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Martin-Schalling-Haus
Schillerstr. 5
92245 Kümmersbruck

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Neubau
Geschichte

Kümmersbruck und das Martin-Schalling-Haus

Die ersten evangelischen Christen leben in der Gemeinde Kümmersbruck schon seit dem frühen 19. Jahrhundert. Wesentlich veränderte sich die Situation vor allem dann nach dem 2. Weltkrieg. Vor allem zwei Faktoren brachten in den letzten 70 Jahren einen größeren Zuzug evangelischer Gemeindeglieder: die Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg und später die vielseitigen Arbeitsplätze bei der Firma Siemens und anderen mittelständischen Unternehmen der Umgebung.

Etwas mehr als 30 Jahre lang feierte die evangelische Gemeinde ihre Gottesdienste in einem Fertigbau-Gemeindehaus aus der Nachkriegszeit.
In den letzten beiden Jahrzehnten wuchs die Zahl der Evangelischen dann auf etwa 1350 Gemeindeglieder und immer größer wurde der Wunsch eine neue und moderne Kirche zu haben.
Seit 1998 gibt es den sehr engagierten Kirchenbau-Förder-Verein. Er setzte sich für den Neubau des Martin-Schalling-Hauses ein, indem er durch vielfältige Aktionen einen finanziellen Grundstock erwirtschaftete. Auch heute noch ist der Kirchenbau-Förder-Verein maßgeblich an der Schuldentilgung beteiligt. Ohne die Beteiligung vieler engagierter Christen vor Ort wäre der Bau niemals zustande gekommen.
In knapp einjähriger Bauzeit wurde ab Mai 2009 die neue Kirche mit dem Gemeindehaus erstellt und am 17. Januar 2010 durch Landesbischof Dr. Johannes Friedrich eingeweiht.

Zum Kirchenraum und seiner / unserer theologischen Sprache
Plan und Raumkonzept stammen von dem jungen Amberger Architekten Georg Zunner.
Immer schon trugen Kirchenbauten den „Fingerabdruck“ ihrer Zeit. So ist das neue Martin-Schalling-Haus ein Bau aus modernen Materialien wie Stahl, Beton und Glas.
Der Kirchenraum öffnet sich hell in die ihn umgebende Natur und lässt die Schöpfung sichtbar bleiben. Der Gottesdienst lebt aus Jesus Christus, deshalb steht der Altar in der Mitte des Raumes. Er ist auch Taufort (dann steht auf ihm die schöne, goldene Taufschale).

In dem strukturierten Muschelkalkstein von Altar und Kanzel sind noch gut die Ablagerungsschichten aus Jahrmillionen der Erdgeschichte zu erkennen. Damit wird auch der große Unterschied zwischen Gottes Zeit und unserer markiert. Der Bildhauer Herbert Lankl (Bärnau bei Tirschenreuth) hat sich ganz bewusst auf die schlichten Urformen Würfel und Kreis beschränkt

Die Zusammengehörigkeit, ja das Zusammenspiel von Innen- und Außenraum unterstreicht die Münchner Künstlerin Traude Linhardt mit verschiebbaren textilen Stoffbahnen, mit denen der Raum nach Bedarf für verschiedene Gottesdienstformen umgestaltet werden kann.

Draußen tragen große Stahlmäander sozusagen schwebend das zeltartige Dach; ein tektonischer Hinweis auf das wandernde Gottesvolk. Diese Stahlträger haben die Form von Schalen oder nach oben geöffneten Händen, was symbolisch darauf hinweist, dass wir von Gott alles zum Leben Notwendige empfangen.

Das Martin-Schalling-Haus entspricht in seiner Architektur sehr gut dem, was den evangelischen Christen in und um Kümmersbruck am Herzen liegt. Es sind die verschiedenen Blickrichtungen:
Der Blick nach draußen – Alles was in der Kirche stattfindet hat eine Bedeutung für das Leben. Persönlich wie gesellschaftlich.
Der Blick nach drinnen – Nicht, was in der Kirche stattfindet muss versteckt oder geheim bleiben.
Der Blick in die Runde – Christsein heiß immer die Menschen wahrzunehmen, mit denen wir zusammenleben.
Der Blick nach oben – wir sind mit all dem nicht allein. Wir können Gott anreden, zu ihm beten, ihm unser Leid klagen, oder einfach nur seine stille Nähe suchen.

Ihnen allen ganz herzliche Einladung in unsere Gottesdienste und Veranstaltungen. Bei Fragen rufen Sie mich gerne an.

Ihr Pfarrer Bernd Schindler.

Veranstaltungen

 Regelmäßige Veranstaltungen im Martin-Schalling-Haus: