Herbstliche Grüße von Pfarrerin Theresa Amberg

„14!!“ brüllt meine dreijährige Tochter voller Begeisterung.
„14??“ frage ich mich, während ich unsere Umgebung mit den Augen absuche.
Wir fahren auf der Autobahn über Land, vorbei an Bäumen, Feldern, Sträuchern, auf einen größeren Wald zu.
„14? Was ist denn 14?“ frag ich schließlich immer noch völlig ahnungslos meine Tochter.
Voller Freude sagt sie:„14 Bäume gibt es hier!“

Oft sehe ich es nicht. Das Wunder.
Meine Tochter lehrt es mich – immer wieder neu.
Für sie sind es nicht einfach Wald, Felder und Sträucher.
Es sind 14 Bäume, über die sie sich unglaublich freut.

Jetzt, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wünsche ich Ihnen und mir die Augen meiner Tochter. Ich wünsche uns, dass wir sie sehen – die alltäglichen Wunder Gottes, die uns Freude machen wollen, auch in der dunkleren Zeit.

Ich habe erfahren, dass ich Gott darum bitten kann, jeden Tag neu:
„Herr, ich stehe vor dir und komme zur Ruhe.
Ich breite meine Arme aus vor dir und bitte dich:
Mach mein Herz weit für deine Liebe in meinem Leben.
Mach meinen Blick offen für deine Wunder in meinem Tag.
Und lenke meinen Fuß dahin, wo du mich am besten gebrauchen kannst.
Das bitte ich dich. Amen“

Das sind meine Worte. Vielleicht werden sie zu Ihren. Vielleicht finden Sie auch ganz andere.
Wenn Sie wollen, probieren Sie es doch einfach aus.
An einem ruhigen Ort. 5 Minuten. Jeden Tag neu.

Bereit werden für die Wunder Gottes. Das wünsche ich uns.
Pfarrerin Theresa Amberg