„Lobende, schließe mit Amen!“ – Motettenchor verabschiedet sich nach 13 Jahren
Am vergangenen Samstag trafen sich 12 Sängerinnen und Sänger mit ihrer Chorleiterin im Gemeindehaus Paulaner, um sich gemeinsam – bewusst und würdevoll – vom Motettenchor zu „verabschieden“. Das besondere Vokalensemble in der vielfältigen Chorlandschaft der Paulanergemeinde wurde im Januar 2013 von Kantorin Kerstin Schatz gegründet und probte bis zum Frühjahr 2020 im monatlichen Rhythmus vier- bis achtstimmige Motetten – d.h. geistliche Gesänge ohne Instrumentalbegleitung – berühmter Komponisten der (evangelischen) Kirchenmusik. Von den 20 Sängerinnen und Sängern wurde dafür ein hohes Maß an eigenverantwortlicher Vorbereitungsarbeit erwartet. Ein gutes Gehör, sicherer Umgang mit der Stimme (auch solistisch), die Vertrautheit mit Notentext und musikalischen Fachbegriffen waren Voraussetzung, um im Chor mitsingen zu dürfen.

(Motettenchor im Gründungsjahr 2013)
Mit Beginn der Pandemie gerieten die Probenarbeit und die Einsätze in Gottesdiensten und Konzerten erstmals ins Stocken. Mit einem angepassten Konzept versuchten wir in den letzten Jahren den Schwung und das Niveau der Anfangsjahre wieder zurück zu gewinnen, mussten jedoch letztendlich akzeptieren, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt.
Der „Abschiedsnachmittag“ war geprägt von Wehmut, vor allem aber von Dankbarkeit.
Als symbolischen Dank für die vielen sonnigen Stunden im Chor überreichte Kirchenvorsteher Stefan Weidenhammer für jede der vier Chorstimmen eine Sonnenblume mit den Versen:
„Kerstin hat ein Herz für Töne,
am liebsten hat sie stets die schönen.
Kerstin bringt Musik zum Klingen,
auch wenn wir´s sind, die da singen.
Wir alle können´s nicht verhehlen:
Der Chor und du – er wird uns fehlen!“
Vielen Dank allen, die im Laufe der vergangenen 13 Jahre aktiv im Motettenchor dabei waren, vielen Dank allen, die den Motettenchor seit 2013 in jeglicher Form unterstützten!


(Motettenchor im November 2018)



