„Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch.“ Grußwort zur Jahreslosung

„Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch.“ (Hesekiel 36,26)

Liebe Besucher unserer Homepage,

meinen diese Worte wirklich mich? Brauche ich das? Ein neues Herz?

Wann immer die Bibel vom Herzen des Menschen spricht, dann redet sie vom Zentrum unseres Lebens. Das Herz ist unser Innerstes. Der Ort, an dem wir uns berühren lassen – von Gott – von unseren Mitmenschen – von der Schöpfung. Hier erleben wir Freude, Trauer, Liebe und Ängste.

Das Herz ist nun aber auch der Ort, an dem die Ausrichtung unseres Lebens seinen Anfang findet. Auf die Frage, was das Wichtigste im Leben ist, antwortet Jesus mit den bekannten Worten: „Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ (Lk 10,27)

Hören wir die Worte Jesu, dann erfahren wir: Leben bedeutet in Beziehung sein. Unser Innerstes steht in Beziehung zu Gott, zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen. Jesus wünscht sich und genauso auch uns, dass all diese Beziehungen von Liebe geprägt sind und das Gute suchen.

„Ich schenke Dir ein neues Herz und einen neuen Geist.“ So spricht Gott durch den Propheten Hesekiel. Er hatte gesehen und miterlebt, dass das Volk Gottes mit „trotzigem Gesicht und hartem Herzen“ ihr Dasein führt.

Blicken wir zurück auf das Jahr 2016 dann müssen wir wohl feststellen, dass Ablehnung und Hass in Sprache und Taten immer mehr auch die Herzen unserer Mitbürger prägen. Wie sehr passen diese Worte doch in unsere Zeit!

Gott ist gegen diese Kälte und Herzlosigkeit. Er möchte uns helfen, dass es nicht so bleibt oder gar noch schlimmer wird. „Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch.“

Ein solches Herz lässt sich berühren. Die Bilder aus Aleppo und anderen Kriegsorten können uns nicht egal sein. Und auch nicht die Schicksale der Menschen, die Zuflucht suchen. Uns könnte der neue Geist helfen, mutige Schritte zu gehen. Im Privaten zu Freunden. Aber auch Fremden. Die Oma besuchen. Sich Zeit füreinander nehmen.

Als Christen sind wir nicht besser. Aber als Christen haben wir Jemanden der uns dabei helfen möchte, unser Innerstes, unser Zentrum immer wieder neu auszurichten. Auch indem er uns vergibt und Neuanfänge ermöglicht.

Liebe Besucher, meint die Jahreslosung wirklich mich? Brauche ich ein neues Herz?

Blicken wir auf unser Innerstes und sehen was die Richtung im Leben vorgibt.

Das Herz Gottes steht in Beziehung. Es sucht die Liebe. Vertrauen. Versöhnung. Das Gute für uns alle.

Um so ein Herz bitte ich Gott. Und wünsche, dass Gott mir mit seinem Geist hilft. Damit ich nicht nur um meine eigenen Bedürfnisse kreise. Gegen die Hartherzigkeit. Gegen manch trotziges Gesicht. Bei mir selber. Und in dieser Welt. Immer wieder neu.

Für mich gelten diese Worte. Ob auch für Sie? – das muss Jede und Jeder selbst entscheiden.

Ich wünsche es uns allen.

Ein gutes Jahr 2017,

mit vielen Herzensangelegenheiten,

Ihr Pfarrer Bernd Schindler.

Familiengottesdienst in Paulaner

Kinder und Erwachsene gemeinsam in der Kirche: am Sonntag, den 15. Januar laden wir zum Familiengottesdienst mit dem Kinder- und Spatzenchor ein (9.30 Uhr). Dabei wird Tauferinnerung gefeiert. Die Kinder können eine Taufe miterleben und dürfen ihre Taufkerzen mitbringen. Anschließend gibt es Kaffeetrinken im Gemeindehaus. Dafür wird um Kuchen gebeten.

Weihnachtsfeier der Jugend

Am Freitag vor dem Heiligen Abend trifft sich im Paulaner-Gemeindehaus die Jugend – sowohl die ehemalige als auch die gegenwärtige. Um teilnehmen zu können, stellen sich die teils weit weg wohnenden Jugendleiter klaglos in den Stau und fahren in überfüllten Zügen nach Amberg. Die ehemaligen Jugendleiter hatten dabei Gelegenheit, die neue Diakonin Veronika Jung kennen zu lernen und freuten sich, dass Reinhard Franz ihrer Einladung gefolgt war und mit ihnen feierte. Nächstes Jahr wieder, dann am 22.12., am Freitag vor Heiligabend natürlich!
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Fertig

Das war’s. Das Gerüst ist abgebaut, die Handwerker in den wohl verdienten Weihnachtsurlaub entschwunden und wir können zu den Festgottesdiensten wieder durch das Hauptportal in unsere Paulanerkirche. Manches Weihnachtslied bekommt so vielleicht zusätzliche Bedeutung… „Nun singet und seid froh!“
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Großes Jubiläumsfest im Andreas-Hügel-Haus

Gerade noch rechtzeitig zur 40. Kirchweih ist der Umbau fertig geworden! Und so konnten wir am 2. Advent zusammen mit vielen Ehrengästen unseren ersten Gottesdienst in der renovierten Kirche feiern. Oberbürgermeister Michael Cerny, Dekan Karlhermann Schötz, und alle ehemaligen Pfarrerinnen und Pfarrer vom Hügelhaus  (Pfr. Günter Seuß mit Ehefrau Annelie, Pfrin. Siegrid von Heyl, Prof. Dr. Hansjörg Biener mit Ehefrau Karin Verscht-Biener und Pfrin. Veronika Zieske – an Prof.Dr. Andreas von Heyl, der Anfang August verstorben ist wurde in einer Schweigeminute gedacht), zahlreiche Gemeindeglieder aus allen Sprengeln der Paulanergemeinde und viele Gäste waren gekommen, um den 40. Geburtstag unseres Andreas-Hügel-Hauses mit uns zu begehen. Der Gottesdienst wurde per Videostream in das Untergeschoss übertragen, da der Kirchenraum nicht genug Platz für die zahlreichen Besucher bot.

Zu Beginn des Festgottesdienstes wurde die Osterkerze vor der Kirchentür neu entzündet und das Licht  feierlich zum Wiederbeginn der Gottesdienste und des Gemeindelebens in die Kirche getragen. Waltraud Mayerl und Adelheid Wächter als Vertreterinnen der ersten, Silke Hagen und Walter Müller aus der zweiten und Christine Schönfelder von der jungen Generation beschrieben mit sehr persönlichen Worten die Bedeutung des Andreas-Hügelhauses für ihre kirchliche Prägung und Mitarbeit. In seiner Predigt verband Pfarrer Roland Böhmländer das Gleichnis vom Senfkorn mit der Geschichte des Gotteshauses und zeigte auf, wie Gott aus kleinen Anfängen Gutes wachsen lässt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Rebecca Ostermeier (Gesang und Querflöte),  Michaela Tobisch (Gesang) und Dekanatskantorin Kerstin Schatz.

Nach dem Gottesdienst erläuterte Architekt Bernd Rall die Umbaumaßnahmen. Ziel der Sanierung sei für ihn gewesen, den Charakter des von seinem verstorbenen Bruder Helmut erbauten Hauses weitgehend zu erhalten und gleichzeitig die Bausubstanz den Erfordernissen der heutigen Zeit anzupassen.

In ihren Grußworten gratulierten Oberbürgermeister Michael Cerny und Dekan Karlhermann Schötz der Gemeinde zu 40 Jahren segensreichem Wirken und drückten ihre Freude über die gelungene Renovierung  aus. Cerny überreichte ein Geldgeschenk der Stadt Amberg und Schötz betonte, dass die Evang.-Luth. Kirche in Bayern die Umbaumaßnahmen mit Mitteln aus den Kirchensteuereinnahmen großzügig gefördert hat. Pfarrer Joachim von Kölichen bedankte sich bei den Gemeindegliedern im Sprengel Andreas-Hügel-Haus für die Geduld während der Bauzeit und für das Engagement in den zurückliegenden 40 Jahren.

An den Gottesdienst schloss sich ein fröhliches Gemeindefest an. Bei Kartoffelsuppe aus der Küche des Diakonie-Seniorenheimes, gut eingeschenkten „Lutherhalben“, Kaffee und  Kuchen  ließen es sich die Gäste gut gehen. Die Gruppen und Kreise vom Andreas-Hügel-Haus präsentierten sich mit Schautafeln, die Gemeindejugend stellte Jubiläums-Buttons her und verteilte sie unter den Besuchern. Besonderen Zuspruch fand eine Powerpoint-Präsentation mit Bildern aus der 40jährigen Geschichte des Andreas-Hügel-Hauses, die Herr Günter Heyer erstellt hatte.

Der Festtag klang aus mit einer Andacht, die Pfarrer Günter Seuß und Pfarrer Roland Böhmländer gemeinsam gestalteten. In seiner Predigt erinnerte Seuß an verstorbene Persönlichkeiten, die das Leben im Andreas-Hügel-Haus maßgeblich geprägt haben.

Vielen Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer, die unser Fest „vor und hinter den Kulissen“ zu dem gemacht haben was es letztlich geworden ist: Ein Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft!

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Ludwig Thoma: „Heilige Nacht“

Oberbayerische Klänge in der Amberger Paulanerkirche. Richard Gabler aus Regensburg bot das Gedicht „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma dar, begleitet von der Musikgruppe „Blecherne Sait’n“ aus Schnaittenbach. Das eindrückliche Werk, das die Hartherzigkeit vieler Menschen gegen die Ahnung der Armen stellt, die klar sehen, was da passiert in der heiligen Nacht vergegenwärtigt Gabler dadurch, dass er ohne Honorar sprach und um Spenden für die „Noma-Hilfe“ warb, die sich um die von dieser Krankheit geplagten und von ihr gezeichneten Menschen in vielen Ländern der Welt kümmert. Ein Zeichen dafür, dass die Weihnachtsgeschichte nicht nur eine phantastische Erzählung davon ist, wie Gott Mensch wird, sondern immer auch Auftrag an uns Menschen bleibt, das „Ehre sei Gott in der Höhe“ und das „Frieden den Menschen auf Erden“ zusammengehören. Herzlichen Dank an Romy und Rainer Sandner, die die Kontakte herstellten und so den Abend möglich machten!

Neue Vasa Sacra im Martin-Schalling-Haus

„Es ist wunderbar geworden. Es passt perfekt. Mich hat berührt, wie die Kuppel sich im Kelch spiegelt. Das Beste ist, man sieht gar keine Fingerabdrücke! …“

Viele Gottesdienstbesucher waren richtig angetan und begeistert!

Am Sonntag, den 1. Advent wurden die neuen „Vasa Sacra“ im Martin-Schalling-Haus eingeführt. „Vasa Sacra“ ist das lateinische Wort für Abendmahlsgeschirr. Viele Jahre wurde in Kümmersbruck das Heilige Abendmahl mit Tongefäßen gefeiert, die aber nicht wirklich zum Kirch-Raum-Erleben des Martin-Schalling-Hauses passten.

Nach mehreren Beratungen und Entwürfen haben wir nun wirklich schöne neue Kelche, Teller und Kanne bekommen, die in ihrem Design stimmig zum Raum hin entworfen wurden.

Ein großer Dank gilt den Mesnerinnen des Martin-Schalling-Hauses. Nicht nur, dass sie für viele Kirchbesucher ein sehr netter und willkommener Ertskontakt beim Betreten sind, sondern auch diesmal im Besonderen, weil sie ihr „Mesnergehalt“ komplett für das Abendmahlsgeschirr gespendet haben. Der gesamte Betrag konnte so gestemmt werden!

Das ist absolut besonders – Vielen herzlichen Dank an Helga Günther, Hannelore Häring, Ingeborg Boecke, Margit Kromschröder, Margrit Steinkohl und Elke Wittig-Schumm.

AM MSH So sah das alte Geschirr im Vergleich dazu aus.

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Zum Lektor berufen: Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal

Die Wortverkündigung in unserer Kirche ist nicht nur den Pfarrerinnen und Pfarrern vorbehalten – auch ehrenamtliche Lektoren und Prädikanten wirken an diesem Dienst mit. In unserer Gemeinde sind das Ingrid Leiter, Waltraud Mayerl, Dr. Ulrich Siebenbürger und Kurt Wenzel. Am 1. Advent wurde neu in dieses Amt berufen Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal, der Vertrauensmann unseres Kirchenvorstandes. Nach dem Besuch von mehreren Kursen des Gottesdienst-Institutes und einem Abschlussgespräch mit Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss kann Dr. Fischer von Weikersthal nun in der Paulanergemeinde und anderen Gemeinden des Dekanates Lesegottesdienste halten. Am 1. Advent wurde er im Rahmen des Kantatengottesdienstes, in dem der Konzertchor der Gemeinde unter Leitung von Kantorin Kerstin Schatz die Bach-Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ zu Gehör brachte in sein Amt eingeführt und bekam seine Berufungsurkunde überreicht. Wir wünschen ihm für diese Aufgabe Gottes Segen!
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Die Zeit des Sehnens

Uns steht ein Monat des Wartens bevor. Des Wartens und der Vorfreude. Ständiger Begleiter in diesem Monat ist leider oft der Stress. Das muss noch erledigt werden, wie schaff ichs die Verwanden noch zu besuchen, und das Weihnachtsgeschenk muss ich auch noch besorgen. Solche Gedanken kennen Sie bestimmt selbst. Ich dachte mir, lassen Sie uns doch gemeinsam in die Losungen schauen, welcher Spruch uns den in diesem kommenden Monat begleiten soll.

Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen.“ Ps 130,6

Ein Wächter der auf den Morgen wartet, er wartet darauf das seine Arbeit endet und er vielleicht zu seiner Familie heimkehren kann. Das kennen Sie bestimmt ebenfalls. Man ersehnt den Augenblick sehr, an dem man zu einem lieben Menschen heimkehren kann. Wenn das Tag- oder in dem Fall Nachtwerk getan ist.

Im Vers heißt es „Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen“. Ein innerliches Sehnen, stärker als alles andere. Das Sehnen nach dem Herrn, nach dem Kind in der Krippe, aber auch nach dem, der für mich einsteht und schlussendlich mir meine Last nimmt und am Kreuz stirbt. Es ist stärker als alles irdische Sehnen sein kann. Dieses Sehnen nach dem Herrn, dem König teilten auch schon die Hirten und die Könige in der Weihnachtsgeschichte. Die Könige deren Sehnsucht sie von weit her zur Krippe führten. Und die Sehnsucht der Hirten, die obwohl ihnen das Ganze zu Beginn nicht geheuer war und sie sich fürchteten, sie trotzdem zum Kind führte.

Lassen Sie uns auch in unserer heutigen Zeit versuchen, diese tiefe Sehnsucht in uns zu spüren. Ihr Platz einzuräumen, trotz jeglichen Stress außenrum. Diese Sehnsucht bringt Menschen, Gemeinden zusammen. Wir teilen alle dieses Gefühl des Suchens und der Sehnsucht. Welches uns am Ende zum Vater führt.

Bleiben Sie behütet

Ihre Diakonin Veronika Jung

Du bist die Ruh,

Der Friede mild,

Die Sehnsucht du

Und was sie stillt.

Ich weihe dir,

Voll Lust und Schmerz

Zur Wohnung hier

Mein Aug und Herz.

Kehr ein bei mir,

Und schließe du

Still hinter dir

Die Pforte zu.

Friedrich Rückert

„Ein wirklich besonderer Abend“

„Wir leben in einer schnellen und lauten Zeit. Manchmal weiß man gar nicht wo einem der Kopf oder das Herz steht. Genau hier hat die „Musik bei Kerzenschein“ ihren Platz. Wir kommen zur Ruhe, zu uns selbst und auch zu Gott.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Bernd Schindler am Samstag die Besucher im bis in alle Nähte voll besetzten Martin-Schalling-Haus.

Und es wurde in der Tat ein berührender Abend.

Dekanatskantorin Kerstin Schatz hatte mit ihren beiden Mitmusizierenden Rebecca Ostermeier und Michaela Tobisch ein wunderbares Abendprogramm entworfen. Musikalische Kostbarkeiten unter anderem von W.A. Mozart, J.S. Bach und G.F. Händel wurden dargeboten. Dabei zeigten die Musikerinnen ihr breites Repertoire, denn die Stücke wurden a-capella, an der Orgel, mit Querflöte, Klavier und Gitarre vorgetragen und begleitet, und dies stets in stimmigem Arrangement. Zwischen den musikalischen Werken las Pfarrer Schindler Texte und Gedichte vor, die sich in den roten Faden des Abends einfügten.

Die Besucher zeigten sich regelrecht berührt. Denn zu der wunderbaren Stimmung trug neben der tollen Musik auch noch die nur mit Kerzenlicht erhellte Atmosphäre des Martin-Schalling-Hauses bei.

Es war ein besonderer Abend. Vielen Dank „unseren“ Musikerinnen!

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