Mitarbeiterdank und Mitarbeiterinnenabschied: zu Tisch mit Luther und Brigitte Wenzel

Der diesjährige Mitarbeiterdank stand wenig überraschend im Zeichen des Reformationsgedenkjahres: die Gemeinde lud die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Tisch mit Luther. Es gab deftig zu essen (wenn auch nicht zu reichlich und trotzdem brachen keine Bauernkriege aus) und selbstverständlich Luther-Halbe zu trinken und auch wenn das angekündigte Reformationsquiz dann doch nicht stattfand, war die Stimmung gelöst.

Eine besondere Note erhielt der Mitarbeiterdank dadurch, dass die langjährige Mitarbeiterin Brigitte Wenzel seit 1.3. im wohlverdienten Ruhestand ist und im Gottesdienst „entpflichtet“ (so heißt das Wort…) und dann im Gemeindehaus mit bewegten Worten verabschiedet wurde. Gott sei Dank aber nur zum teil, denn ein wenig bleibt sie dem Pfarramt noch erhalten und wird sich und der Gemeinde den Ruhestand mit ein paar Stunden im Büro versüßen. Wer Glück hat, wird also auch künftig am Telefon mit den Worten: „Paulanerkirche, Wenzel, Grüß Gott“ begrüßt.

Passion – Zeit zum Nachdenken

Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!“ Unter diesem Motto lädt die Aktion „7 Wochen Ohne“ in diesem Jahr ein zur Entschleunigung während der Passionszeit.

Unsere Zeit ist geprägt vom „Sofort“: Sofort zurückrufen, wenn der Anrufbeantworter blinkt. Sofort antworten, wenn eine Mail im Posteingang erscheint. Sofort kommentieren, liken oder selbst etwas posten, wenn auf Facebook, WhatsApp oder anderen sozialen Medien Jemand etwas von sich gibt. Laut einem Bericht des „Spiegel“ hat  die chinesische Stadt Chongqing im Jahr 2014 den weltweit ersten Gehweg „für Menschen, die unterwegs ihr Handy nutzen“ eröffnet.

Die Passionszeit ist geprägt vom „Sich-Zeit-Nehmen“. Zeit zum Nachdenken. Zeit für sich selbst. Zeit für Gott. Denn das Nachdenken über den Leidensweg Jesu braucht Zeit. Wer diesem Weg nachspüren will, muss sich Zeit nehmen. 40 Tage dauert die Passionszeit – in Erinnerung an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat bevor er öffentlich auftrat, Jünger um sich sammelte und den Menschen das Reich Gottes verkündete. In diesen 40 Tagen erlebte er die Nähe Gottes ebenso wie die Gottverlassenheit in der Versuchung durch die gottfeindlichen Kräfte. Jesus hat sich diese Zeit genommen, um sicher zu sein, dass er ganz auf Gott vertrauen kann. Um diese Erfahrung zu machen, hat er sich in die Wüste zurückgezogen. An einen Ort der Stille und Entschleunigung.

Seit mehr als 30 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ ein zum „Sich-Zeit-Nehmen“, zum „Herunterfahren“, zur  Entschleunigung. Ob man dies allein für sich tut oder sich einer Gruppe anschließt, bleibt einem dabei selbst überlassen. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Dem „Sofort!“ in den Anforderungen des Alltags nicht immer nachzugeben. „7 Wochen Ohne“ will die Passionszeit gestalten. Dabei geht es nicht einzig und allein um das Fasten und Verzichten. Man kann diese Zeit auch nutzen, um sich bewusst etwas Gutes zu tun: Wenn nicht jede Minute im Leben verplant und besetzt ist, hat man die Freiheit, die weißen Stellen im Terminkalender für Dinge zu nutzen, die einem gut tun. Die Sonnenstrahlen des erwachenden Frühlings auf der Haut spüren statt den Facebook- Account checken. Einen kurzen Spaziergang machen statt im Internet surfen. Es ist eine wunderbare Erfahrung,  wenn man feststellt: „Eigentlich habe ich nichts verpasst. Im Gegenteil – ich habe Lebensqualität geschenkt bekommen.“

„Sich-Zeit-Nehmen“, um die Passionszeit bewusst zu erleben. Dazu lädt die Kirche seit Jahrhunderten ein. „7 Wochen Ohne“ nun auch schon seit über 30 Jahren!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Passionszeit und Zeit zum „Sich-Zeit-Nehmen“.

Ihr Pfarrer Roland Böhmländer

Schöne Pforte, schöne Fassade

Die Bauarbeiten waren kurz vor Weihnachten fertig geworden, gerade rechtzeitig vor der großen Kälte. Am Sonntag Estomihi konnte Architekt Georg Zunner die Maßnahme der Gemeinde im Gottesdienst noch einmal erläutern und stand danach in einem außerordentlichen Kirchenkaffee für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Im Bild ist er hier mit Vertrauensmann Dr. Fischer von Weikersthal (herzlichen Dank an ihn und Johannnes Fischer von Weikersthal für die Bilder) und Pfarrer Joachim von Kölichen zu sehen.

„KunterBunteFaschingsfete beim Kinder- und Spatzenchor“

Am Freitag ging es rund beim Kinder- und Spatzenchor,

Piraten, Vampiere, Prinzessinen und wilde Tiere. Alle waren Sie der Einladung von Kapitän Gertrud gefolgt, und zum bunten Karnevalstreiben erschienen. Neben lustigen Liedern und Tänzen gab es auch eine leibliche Stärkung. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.

 Kapitän Gertrud

 Löwenfütterung

„Freiheit und Regeln“. Freizeit der Konfirmandengruppe Sprengel 1 auf dem Knappenberg

Die Zehn Gebote sind Lernstoff für Konfirmanden, seit es den Kleinen Katechismus gibt und nicht wenige unter den Älteren haben sie noch mit Luthers Auslegungen („wir sollen Gott fürchten und lieben“) auswendig gelernt. In den Unterrichtsmappen unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden stehen diese Gebote immer noch in der bekannten Form. Dabei wird allerdings unterschlagen, dass der biblische Text Gott anfangen lässt sich als der vorzustellen, der seinem Volk überhaupt erst Freiheit ermöglicht hat. Und diese Spannung und Ergänzung zwischen Freiheit und Regeln beschäftigten die Konfirmanden auf ihrer Freizeit am Knappenberg, auch mit Blick auf den Vorstellungsgottesdienst am 19.3. (Sonntag Okuli) in der Paulanerkirche.
Neben allem Nachdenken über Gebote, das Doppelgebot der Liebe oder die Goldene Regel sorgten aber auch unsere Jugendleiter für ein buntes Programm an Spielen und Aktivitäten drinnen und draußen. Vielen Dank an die Mitarbeiter für die tolle Freizeitgestaltung!
















Gebärdensprachlicher Gottesdienst

Er ist ein eindrucksvolles Erlebnis – der gebärdensprachliche Gottesdienst, in dem auch „Muttersprachler“, also gehörlose Menschen mitwirken. Am Sonntag, den 12. Februar feiert die Gehörlosengemeinde einen Gottesdienst mit Abendmahl im Paulanergemeindehaus; er beginnt um 14.30 Uhr. Gehörlose und hörende Menschen sind gleichermaßen willkommen. Eine Gebärdensprachdolmetscherin sorgt dafür, dass auch die Hörenden alles vestehen, denn Pfr.in Heidrun Bock kommuniziert im Gottesdienst in Deutscher Gebärdensprache. Danach gibt es beim Kaffeetrinken die Möglichkeit, sich mit gehörlosen Menschen auszutauschen. Kommen Sie, trauen Sie sich – Sie werden diesen Nachmittag nie vergessen!

Gospel for all – Workshop verschoben auf den 29./30.April

Schwungvolle Rhythmen, fröhliche Melodien und eindrückliche Texte – Musik, die zu Herzen geht, Lebensfreude schenkt und Glaube hörbar werden lässt.

Wer möchte es einmal unverbindlich ausprobieren?
Kantorin Kerstin Schatz lädt ein zu einem Nachmittag mit Gospels, Spirituals und neuen deutschen Liedern im Martin-Schalling-Haus: Am Samstag, den 29. April2017 von 15.30 – 17.30 Uhr sind alle herzlich willkommen, die gerne Gospels singen oder dies schon immer einmal ausprobieren wollten. Frauen und Männer, jung, älter, alt, alleine, als Paar oder in der Familie, erfahrene Sänger oder Badewannensolisten…

Zu hören sind die erarbeiteten Gospels und Spirituals am Sonntag, den 30 April 2017 um 10.00 Uhr im Martin-Schalling-Haus. Pfarrer Bernd Schindler feiert mit dem Workshopchor einen Gospelgottesdienst.

Sie alle sind herzlich willkommen! Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos.

Anmeldung im Pfarramt Paulaner, Tel 48 59 0, oder unter paulanerkirche.amberg@elkb.de.

Gottvertrauen, das man feiern kann

Was genau denn beim Gedenken an die Reformation gefeiert werde, habe ihn der Münchner Erzbischof, Kardinal Marx einmal gefragt, erinnerte sich Regionalbischof Dr. Weiss in seiner Festpredigt am 22.1. in der Amberger Paulanerkirche. Und er habe schlicht geantwortet: Die Erweiterung der Gotteserfahrung und des daraus entspringenden Gottvertrauens. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Und so hatten die evang. Gemeinden Ambergs zunächst in die Paulanerkirche zu einem festlichen Gottesdienst mit Posaunenchor und Kantorei geladen und anschließend gemeinsam mit der Stadt in den Rathaussaal zu einem Empfang mit dem Vortrag des Theologen Dr. Volker Wappmann. In ihren Grußworten hoben OB Michael Cerny, Regionaldekan Ludwig Gradl und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss die Bedeutung der Reformation für die Stadtgeschichte hervor und die Freude, dass es ein Ereignis sei, dass man heute eher mit Brückenbauen verbinde als mit trennenden Abgründen.

Dr. Volker Wappmann korrigierte in seinen sehr unterhaltsamen Ausführungen über die wechselhafte Reformationsgeschichte Ambergs und der Oberpfalz so manche Legende, die zu sehr an den Herrscherfiguren sich orientierten und stellte das Ringen um die Konfession auch als ein Bemühen der Volksfrömmigkeit dar, Glauben zu finden, der auch kulturell passend erschien. Den musikalischen Rahmen bot der Motettenchor der Paulanergemeinde unter Leitung von Dekanatskantorin Kerstin Schatz.

Bei gut gelaunten Gesprächen, leckeren Häppchen und der mittlerweile in Amberg wohlbekannten Luther-Halben klang der Empfang aus.

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die kleine kirche – Gottesdienst für Kinder und Eltern

„Alle werden satt“ – unter dieser Überschrift steht der Gottesdienst, den wir am 29. Januar im Gemeindehaus am Paulanerplatz feiern. Eingeladen sind vor allem Kinder mit ihren Eltern und Großeltern. Im Mittelpunkt steht die Bibelgeschichte von der wunderbaren Speisung der Fünftausend, die den Kindern anschaulich erzählt wird. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr. Danach gibt es Spiele für die Kinder und Kaffeetrinken. Bringen Sie einen Kuchen mit?